Mietminderung

Liegt ein Mangel an der Mietsache vor, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Miete angemessen gemindert werden. Kurz gesagt: Sie zahlen weniger, bis der Mangel abgestellt ist. Wie das genau aussieht, haben wir in unserer Mietminderungstabelle für Sie nach den gängigsten Kategorien aufgeschlüsselt.

Was führt zur Mietminderung?

Unsere Datenbank umfasst derzeit über 600 gerichtliche Entscheidungen zur Mietminderung. Sie wächst ständig weiter. In 10 praktische Kategorien sortiert finden Sie hier alle Urteile.
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Feuchtigkeits- und Schimmelpilzbildung in mehreren Zimmern wegen bauphysikalischer Schwachstellen; undichte Fenster
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Baulärm vom Nachbargrundstück
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Belästigung durch Essensgerüche und Zigarettenrauch aus der Nachbarwohnung

Wissen wie’s geht

Wie oft denkt man sich: “Dafür soll ich jetzt auch noch die volle Miete zahlen?” Mietminderung ist in vielen verschiedenen Fällen möglich, muss aber korrekt angezeigt, d. h. dem Mieter mitgeteilt, werden.

Je nach Umfang der Beeinträchtigung kann der Mieter zwischen 1 und 100 Prozent ‒ bei vollständiger Unbewohnbarkeit der Wohnung ‒ von der Miete abziehen.

Schnelle Orientierung zum Nachschlagen

Die aufgelisteten Mietminderungen lassen sich in insgesamt 10 Kategorien bzw. Bereiche einteilen. Je nachdem, welchen Teil der Wohnung oder Mietsache sie betreffen. So finden Sie gleich mehrere Fälle in dem Bereich, der Sie am meisten Interessiert.

Badezimmer und WC

Früher das stille Örtchen, heute Wellnessoase. Was man von der Miete einbehalten kann, wenn an Wellness nicht mehr zu denken ist, damit haben sich Gerichte vielfältig beschäftigt.

zur Mietminderung bei Problemem in Bad und WC

Abflüsse

Alles fließt, doch wehe nicht. Hier kann es zu ernsthaften Belastungen kommen. Gerüche sind dann das eine, doch spätestens wenn es zu Überschwemmungen kommt, hört der Spaß auf.

zur Mietminderung bei Abflussproblemen

Lärmbelästigung

Der wichtigste Ort um Ruhe zu finden ist die eigene Wohnung. Sorgt Lärmbelästigung dafür, dass das nicht geht, hat man ein Probelm.

zur Mietminderung bei Lärmbelästigung

Geruchbelästigung

Nicht geleerte Mülltonnen, Hundekot im Treppenhaus und undichte Abwasserleitungen stinken zum Himmel und müssen behoben werden. Normale Essensgerüche hingegen, muss man hinnehmen. Was man dulden muss und was nicht, damit hat sich die Rechtsprechung intensiv befasst.

zur Mietminderung bei Gerüchsbelästigung

Wohngifte und andere Belastungen (Atemluft / Trinkwasser)

Oft kommen nur Fachleute auf die Spur von Wohngiften in belasteter Atemluft oder Trinkwasser. Hier kann Leib und Leben in Gefahr sein. Auf MieterDirekt finden sie Urteile und Experten für diesen Bereich.

zur Mietminderung bei Wohngiften und andere Belastungen

Feuchtigkeit und Schimmel

Von Wasserflecken bis zum Rohrbruch, in dieser Kategorie gibt es die unterschiedlichsten Auswüchse. Genauso vielzählig: die Urteile dazu.

zur Mietminderung bei Feuchtigkeit und Schimmel

Funktionsstörungen Heizung

Frieren muss in seiner Wohnung niemand, es sei denn man zieht arktische Kälte vor. Wenn Heizungen technische Probleme haben und nicht mehr für wohlige Wärme sorgen können, kommt es schnell zu Beeinträchtigungen.

zur Mietminderung bei Funktionsstörungen der Heizung

Funktionsstörungen Strom und Trinkwasser

Die morgendliche Dusche ohne Wasser oder ein totaler Stromausfall? Wenn hier was nicht richtig funktioniert, dann hat das gravierende Folgen und trübt deutlich die Stimmung. Ein kleiner Trost: Oft hat man Anspruch auf Mietminderung.

zur Mietminderung bei Funktionsstörung von Strom und Trinkwasser

Sonstige Belästigungen und Störungen

Nicht alles, was in der Wohnung oder im Haus stört, hat Anspruch auf eine Mietminderung. Wenn jedoch die Wohnqualität beeinträchtigt wird, kann das zur Mietminderung führen. Die Bandbreite ist sehr groß, informieren Sie sich hier.

zur Mietminderung bei sonstigen Belästigungen und Störungen

Sonstige Sachmängel und Nutzungseinschränkungen

Die Wohnung ist kleiner als angegeben? Die vereinbarte Nutzung des Waschkellers ist nicht mehr möglich? Es gibt eine Vielzahl von möglichen Sachmängeln und einige führen zu erheblichen Mietminderungen.

zur Mietminderung bei sonstigen Sachmängeln und Nutzungseinschränkungen

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den angegebenen Entscheidungen immer um Einzelfallentscheidungen handelt. Diese können nicht pauschal auf Ihre eigene Situation angewendet werden. Die Entscheidungen stellen daher lediglich eine Orientierungshilfe dar. Wichtig ist es, den Sachverhalt genau zu prüfen!

Bei Unsicherheit oder Zweifel kann der Rat eines Experten, z. B. der Fachanwälte auf MieterDirekt, für Klarheit sorgen und Probleme in der Auseinandersetzung mit dem Vermieter ersparen.