Betriebskostenspiegel

Anhaltspunkte über die Höhe der jährlichen Betriebskosten gibt der seit Jahren vom Deutschen Mieterbund für das jeweilige Kalenderjahr herausgegebene Mietspiegel. Dieser wird ergänzt durch die von den Landesverbänden des Deutschen Mieterbundes zur selben Zeit herausgegebenen Betriebskostenspiegel für die einzelnen Bundesländer. Diese Übersichten basieren insgesamt auf mehr als 10 Millionen Quadratmetern Wohnfläche.

Der Betriebskostenspiegel enthält statistische Durchschnittswerte für die einzelnen Betriebskosten.

Der Betriebskostenspiegel ist wichtig, um vergleichende Werte zu der eigenen Betriebskostenabrechnung und den dort ausgewiesenen Betriebskosten zu haben. So lassen sich Kostenausreißer in der eigenen Abrechnung leicht ausmachen. Der Betriebskostenspiegel ist aber kein Rechtsinstrument sondern dient ausschließlich der Transparenz. Mithilfe des Betriebskostenspiegels können daher keine verbindlichen Überprüfungen der ausgewiesenen Kosten durchgeführt werden. Dennoch sind die Vorteile deutlich:

  • Der Mieter kann sofort erkennen, ob die einzelnen Kosten in seiner Abrechnung plausibel sind oder diese Kosten überhöht sind und vom Vermieter der Kostennachweis über die ausgewiesenen Kosten durch Vorlage der Originalrechnung bzw. einer Rechnungskopie zu fordern ist.
  • Wohnungssuchende können vor Unterschrift unter den Mietvertrag leicht prüfen und erkennen, ob die im Mietvertrag vereinbarten Vorauszahlungen realistisch oder viel zu niedrig angesetzt sind und eine hohe Nachzahlung der der ersten Abrechnung zu erwarten ist.
  • Die in den Betriebskostenspiegeln aufgeführten Werte nieten Anhaltspunkte für überhöhte bzw. unwirtschaftliche Kosten.
  • Letzteres gilt auch für Vermieter, die bei einem Vergleich überhöhte Kosten bei sich erkennen und Maßnahmen ergreifen können, um diese Kosten dauerhaft zu senken.